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Bildgrößen für Instagram und Social Media

Das Seitenverhältnis bleibt, die Pixelangabe kommt danach

Sie laden das vorbereitete Bild hoch, und die Plattform schneidet die Ränder ab: die halbe Überschrift fehlt, die Kante des Produkts ist weg, der Kopf passt nicht mehr in den Rahmen. Der Grund ist keine zu kleine oder zu schwache Datei, sondern das falsche Seitenverhältnis.

Dieser Ratgeber verlangt keine auswendig gelernte Pixelliste. Solche Angaben werden überarbeitet, sobald eine App ihre Oberfläche umbaut; die Seitenverhältnisse stehen seit Jahren fest. Wer drei davon kennt und weiß, wohin sie gehören, bereitet den richtigen Rahmen vor — gleich für welche App.

Das Verhältnis bleibt, die Pixelangabe wandert

Das Seitenverhältnis ist die Breite eines Bildes geteilt durch seine Höhe und hat mit der Größe nichts zu tun. Ein Bild im Verhältnis 1:1 kann 500×500 oder 2000×2000 Pixel haben; beide sind quadratisch, und die Plattform setzt beide in denselben Rahmen. Das Verhältnis beschreibt die Form, die Pixelzahl die Auflösung.

Plattformen bauen ihre Rahmen nach Verhältnissen. Nennt eine App etwas einen quadratischen Beitrag, wird ein nicht quadratisches Bild zum Quadrat beschnitten — und wie viele Pixel Sie hochgeladen haben, ändert daran nichts. Die nützliche Frage bei der Vorbereitung lautet deshalb nicht "wie viele Pixel", sondern "welche Form".

Pixel spielen trotzdem eine Rolle: Eine zu kleine Datei wirkt auf dem Bildschirm weich. Dafür genügt eine Regel — halten Sie die kurze Kante über 1000 Pixel. Apps rechnen jedes Bild auf ihre eigenen Zielmaße herunter, und aus einer großzügigen Vorlage zu verkleinern sieht immer besser aus als eine dünne hochzurechnen.

Vier Rahmen nebeneinander im gleichen Maßstab: ein Quadrat 1:1, ein Hochformat 4:5, ein hohes 9:16 und ein Querformat 16:9, jeweils mit dem Verhältnis im Rahmen und dem üblichen Pixelmaß darunter.
Vier Verhältnisse in einem Maßstab: Was sie unterscheidet, ist die Form des Rahmens, nicht die Pixelzahl.

Drei Verhältnisse, drei verschiedene Orte

Fast jeder Rahmen, der Ihnen in sozialen Netzwerken begegnet, ist eines von drei Verhältnissen, und jedes stammt aus einer anderen Art, auf einen Bildschirm zu sehen. Das Quadrat passt zu einem Raster nebeneinanderliegender Vorschaubilder. Die Hochformate füllen den Bildschirm einer Person, die das Handy senkrecht hält. Das Querformat kommt aus der Tradition des Videos am Computer und am Fernseher.

1:1, das Quadrat, ist das sicherste Verhältnis. Produktfotos, Zitatgrafiken und alles, was im Profilraster ordentlich aussehen soll, gehört hierher. Ein quadratisches Bild kommt auf nahezu jeder Plattform ungeschnitten durch, denn es gibt keinen Rahmen, der ein Quadrat beschneiden müsste.

4:5, das Hochformat, nimmt im Feed mehr Platz ein. Als 4:5 statt quadratisch vorbereitet, wirkt dasselbe Motiv auf dem Bildschirm sichtbar größer; deshalb wird es für Beiträge gewählt, die auffallen sollen. Genau dort liegt auch die Grenze: Was höher ist, wird im Feed beschnitten.

9:16 ist die Form des Handybildschirms selbst und dient Stories und Hochkantvideos. Wichtig ist hier, dass der obere und der untere Rand nicht sicher sind: Dort legt die App ihre eigenen Schaltflächen, den Kontonamen und das Antwortfeld ab.

  • 1:1 — Feed-Beitrag, Produktbild, Profilraster; überall sicher
  • 4:5 — Beitrag im Hochformat; nimmt mehr Bildschirm ein
  • 9:16 — Stories und Hochkantvideo; bildschirmfüllender Rahmen
  • 16:9 — Querformat-Video, Titelbild einer Website, Präsentationen

Die heute üblichen Pixelangaben

Die folgenden Werte sind die Pixelangaben, die üblicherweise zu jedem Verhältnis genannt werden. Nehmen Sie sie als sicheren Ausgangspunkt und nicht als Vorschrift: Sie werden überarbeitet, wenn Apps ihre Oberflächen umbauen, während die Verhältnisse bleiben.

In jeder Zeile steht die Breite bei 1080 Pixeln, einer seit Langem üblichen Grundlage in mobilen Feeds. Größer hochzuladen schadet nicht, die App rechnet ohnehin auf ihr eigenes Ziel herunter. Kleiner hochzuladen ergibt ein weiches Bild, und davon gibt es kein Zurück.

Das Profilbild ist ein Sonderfall: Sie laden ein Quadrat hoch, angezeigt wird ein Kreis. Die vier Ecken dieses Quadrats sind also mit Sicherheit unsichtbar. Wer Gesicht oder Logo eng ins Quadrat setzt, verliert die Ränder; lassen Sie ringsum bequem Luft.

  • 1:1 quadratischer Beitrag → 1080×1080 Pixel
  • 4:5 Beitrag im Hochformat → 1080×1350 Pixel
  • 9:16 Story und Hochkantvideo → 1080×1920 Pixel
  • 16:9 Querformat → etwa 1080×608 Pixel
  • Profilbild → ein Quadrat hochladen und die Ecken frei lassen, sie fallen aus dem Kreis

Was beim falschen Verhältnis passiert

Die Plattform weist Ihr Bild nicht zurück, sie schneidet es auf ihren Rahmen zu. Auch die Schnittstelle wählt sie selbst, meist aus der Mitte heraus. Das Ergebnis: die halbe Überschrift fehlt oder unten fehlt das Logo.

Es gibt eine zweite Spielart desselben Problems: Manche Apps füllen die Seiten mit Rändern auf, statt zu schneiden. Das ist weniger zerstörerisch als ein Zuschnitt, doch das Bild sitzt klein im Feed, und der Streifen ringsum zieht die Aufmerksamkeit ab.

Der Ausweg ist in beiden Fällen derselbe: Schneiden Sie vor dem Hochladen selbst auf das Zielverhältnis zu. Ein Werkzeug mit voreingestellten Verhältnissen nimmt den Ausschnitt aus der Mitte; sehen Sie sich das Ergebnis danach an und prüfen Sie, ob Wichtiges herausgefallen ist. Halten Sie auch Text von den Rändern fern, denn an verschiedenen Stellen wird unterschiedlich viel abgeschnitten.

Die richtige Reihenfolge: erst zuschneiden, dann skalieren

Die beiden Schritte ähneln sich, tun aber Verschiedenes. Zuschneiden wirft die Ränder weg und ändert das Verhältnis. Skalieren behält das ganze Bild und ändert nur die Pixelzahl; das Verhältnis bleibt.

Die Reihenfolge entscheidet. Zuerst zuschneiden und damit das Verhältnis festlegen, dann skalieren und auf die Pixelzahl kommen. Umgekehrt würden Sie ein Bild auf das Zielmaß rechnen und anschließend beschneiden — übrig bliebe eine Datei unterhalb des angestrebten Maßes.

Denken Sie außerdem daran, dass ein kleines Bild durch Vergrößern keine Einzelheiten gewinnt. Ein Quadrat von 600 auf 1080 Pixel hochzurechnen macht es nicht schärfer, sondern weicher. Beginnen Sie stets mit der größten vorhandenen Datei; die verkleinerte Kopie aus einem Messenger taugt dafür nicht.

  • Schritt 1 — Verhältnis: das Bild auf die Zielform zuschneiden
  • Schritt 2 — Pixel: die kurze Kante auf 1080 skalieren
  • Schritt 3 — Prüfen: sitzen Text und Logo weit genug von den Rändern entfernt?
  • Schritt 4 — Speichern: JPG für Fotos, PNG für Grafiken mit harten Kanten

Mehrere Rahmen aus einem Bild

Wer denselben Inhalt im Feed und in der Story zeigen will, schneidet ein Bild auf zwei Verhältnisse zu und stellt fest, dass der zweite Rahmen auseinanderfällt. Der Grund ist einfach: Zwischen 1:1 und 9:16 liegt keine kleine Korrektur, sondern ein von Grund auf neuer Bildaufbau.

Die Lösung beginnt bei der Vorbereitung. Arbeiten Sie beim Fotografieren oder beim Layout auf den weitesten Rahmen hin statt auf den engsten und sammeln Sie alles Wichtige in der Mitte. An den Rändern bleibt dann nur Verzichtbares — und aus derselben Vorlage lassen sich alle drei Verhältnisse gewinnen.

Auch den Text setzen Sie zuletzt. Wer die Worte vor dem Zuschneiden platziert, braucht für jedes Verhältnis ein eigenes Layout. Schneiden Sie zuerst die Rahmen und setzen Sie die Schrift danach in jeden einzeln, dann steht in keiner Fassung ein halbierter Satz.

Häufige Fragen

Wie groß muss ein Instagram-Beitrag sein?

Üblich sind 1080×1080 Pixel für einen quadratischen und 1080×1350 Pixel für einen hochformatigen Beitrag. Entscheidend ist aber das Verhältnis und nicht die Pixelzahl: quadratisch heißt 1:1, hochformatig 4:5. Ein größeres Bild in diesen Verhältnissen lädt problemlos hoch, die App rechnet es auf ihr eigenes Maß herunter.

Welches Format hat eine Story?

Stories und Hochkantvideos nutzen das Verhältnis 9:16 — die Form des Handybildschirms selbst. Als Pixelangabe ist 1080×1920 gebräuchlich. Halten Sie Wichtiges vom oberen und unteren Rand fern: Dort platziert die App den Kontonamen, das Antwortfeld und ihre eigenen Schaltflächen.

Wie bereite ich ein Profilbild vor?

Sie bereiten ein Quadrat vor, angezeigt wird ein Kreis — die Ecken sieht also niemand. Setzen Sie Gesicht oder Logo mittig und lassen Sie ringsum Luft. Das Bild vorab kreisförmig zuzuschneiden ist eine weitere Möglichkeit; dann bestimmen Sie den Ausschnitt und nicht die App.

Warum wurde mein Bild beschnitten veröffentlicht?

Weil sein Verhältnis nicht zum Rahmen der Plattform passte. Die App lehnt die Datei nicht ab, sie schneidet sie passend zu und wählt die Schnittstelle selbst. Wer vor dem Hochladen auf das Zielverhältnis zuschneidet, entscheidet selbst, was bleibt und was geht.

Ändern sich diese Pixelangaben?

Sie können sich ändern; die empfohlenen Werte werden mit jeder Überarbeitung der Oberflächen angepasst. Unverändert bleiben die Verhältnisse — das Quadrat, das Hochformat 4:5 und der bildschirmfüllende Rahmen 9:16 gelten seit Jahren. Ein Bild nach seinem Verhältnis vorzubereiten hält deshalb länger als eine auswendig gelernte Pixelliste.

Zuletzt aktualisiert: 27. August 2026

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